Nach einem gut überstandenen Flug waren wir nun in den USA. Ich musste noch 6h auf Sarah warten und hab mir die Zeit mit einer Unterkunftssuche vertrieben. Dabei hab ich unter anderem auch erfahren in welche Stadtteile ich nicht bei Tag und erst recht nicht bei Nacht gehen sollte, wenn ich nicht überfallen werden möchte. Sarah hingegen hatte in dieser Zeit von ihrem Flug eigentlich nichts mitbekommen. Da sie auf dem 30-Stunden langen Hinflug keine so guten Erfahrungen mit dem Fliegen gemacht und sie nun etwas vor dem nächsten Flug Angst hatte, hat sie sich noch in Neuseeland Reisetabletten gekauft. Dass diese sie komplett umhauen würden, hätte sie nicht gedacht. Der Apotheker meinte noch, er würde ihr extra mal die schwächeren Tabletten geben. Das Resultat war, dass sie sogar die Landung und die Taxifahrt zum Hostel verschlafen hat. Selbst am nächsten Morgen wirkten die Tabletten noch, sodass sie mit Mühe und Not um elf Uhr vormittags aus dem Bett kroch.
Los Angeles war nun der komplette Kontrast zu Neuseeland. Von dem Land der grünen Hügel ging es in die Wüste. LA machte zunächst einen coolen Eindruck, doch die drückende Hitze und Trockenheit, sowie die vielen Obdachlosen schreckten uns schnell etwas ab. Zunächst gingen wir zu dem Touristenpunkt überhaupt, dem „Walk of Fame“. Wir schlenderten ihn entlang und mussten dabei feststellen, dass wir noch nicht einmal die Hälfte der Stars, die dort verewigt sind, kannten. Unser Hostel war zum Glück nicht weit weg und so konnten wir immer gut laufen.
Am nächsten Tag bot uns dann jemand eine Tour an, die wir dann auch mitmachten, zunächst aber etwas misstrauisch. Als das Auto aber wirklich kam und die Tour begann, waren wir sehr auf die Highlights LAs gespannt. Zunächst ging es zu einem Aussichtspunkt, von dem aus man das Hollywood Sign sehen konnte. Weiter an mehreren Drehorten von berühmten Filmen, den Häusern von Stars wie Brad Pitt und Angelina Jolie, der Playboy Villa, dem Sunset Boulevard und dem Rodeo Drive vorbei. Nun hatten wir also alles über die Stars, ihr Leben, wie sie entdeckt wurden und wie viel sie für ihre Häuser ausgegeben hatten, erfahren. Am meisten beeindruckte uns das Haus von Steven Spielberg, das 60 Mio USD gekostet haben soll und als einziges oben auf einem Hügel über Los Angeles trohnt.
Den nächsten Tag verbrachten wir dann komplett am Venice Beach. Und er war genau so, wie man es aus den Filmen kennt: ewiger, breiter Sandstrand mit Palmen und einem Baywatch-Häuschen. Zum Glück für Sarah konnten wir auch noch einen muskelbepackten Baywatch-Typ in Aktion sehen. Am Strand waren mehrere hunderte Stände aufgebaut und wir kamen aus dem Bummeln gar nicht mehr heraus. So viele verschieden Sachen, Vorführungen und auch noch gratis Getränke
Dort kann man auch vielen Skatern und sonstigen Künstlern zuschauen. Abends kauften wir dann noch ein paar Chucks für mich und Sarah, welche sie sich bereits von Anfang an kaufen wollte.
Am letzten Tag ging es dann zu einer Tour in die Warner Brothers Studios. Leider hatten wir uns davon mehr erhofft. Man bekam nicht viel zu sehen, in den Studios war alles abgedeckt und die Führerin trottete lustlos und kaugummikauend vor uns her. Da hatten wir wohl die falsche Entscheidung zwischen den WB und den Universal Studios getroffen. Dennoch war es sehr interessant mal etwas hinter die Kulissen zu schauen J Besonders bei dem FilmSet von „The Big Bang Theorie“
Während der ganzen Zeit in LA haben wir uns eigentlich nur von Fastfood ernährt. Vor allem McDonald und die Hot Dogs haben es uns angetan. Das McDonald ist dort einfach so billig, so gab es z.B. 50 Chicken McNuggets für umgerechnet 6.90 EUR. Unvorstellbar bei uns^^ Und bei den Hot Dogs konnten wir noch ein Irrtum aufdecken. Wenn es bei uns immer heißt: „Hot Dogs American Style“, bedeutet dies vor allem mit gerösteten Zwiebeln. Doch hier war von diesen weit und breit nichts zu sehen, lediglich die rohen Zwiebeln waren im Angebot.
In diesen Tagen konnten wir also dem typischen Bild der Amerikaner zustimmen. Fast Food und Faulheit xD Denn dort gibt es sogar beim Bankautomaten einen Drive-Thru, da wird gehupt, wenn die Geldkarte nicht schnell genug aus dem Automat wieder herauskommt. Hauptsache das Auto anlassen und drin sitzen bleiben xD
Am 7. Juni war dann auch schon unser letzter Tag und der Heimflug stand bevor. Als krönender Abschluss wurden wir mit einer Limousine zum Flughafen gebracht, fast wie ein Star
Diesmal flogen wir zum Glück fast zur selben Zeit und unsere Flugzeuge parkten eigentlich direkt nebeneinander.
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