Los Angeles

18 09 2011

Nach einem gut überstandenen Flug waren wir nun in den USA. Ich musste noch 6h auf Sarah warten und hab mir die Zeit mit einer Unterkunftssuche vertrieben. Dabei hab ich unter anderem auch erfahren in welche Stadtteile ich nicht bei Tag und erst recht nicht bei Nacht gehen sollte, wenn ich nicht überfallen werden möchte. Sarah hingegen hatte in dieser Zeit von ihrem Flug eigentlich nichts mitbekommen. Da sie auf dem 30-Stunden langen Hinflug keine so guten Erfahrungen mit dem Fliegen gemacht und sie nun etwas vor dem nächsten Flug Angst hatte, hat sie sich noch in Neuseeland Reisetabletten gekauft. Dass diese sie komplett umhauen würden, hätte sie nicht gedacht. Der Apotheker meinte noch, er würde ihr extra mal die schwächeren Tabletten geben. Das Resultat war, dass sie sogar die Landung und die Taxifahrt zum Hostel verschlafen hat. Selbst am nächsten Morgen wirkten die Tabletten noch, sodass sie mit Mühe und Not um elf Uhr vormittags aus dem Bett kroch.

 

Los Angeles war nun der komplette Kontrast zu Neuseeland. Von dem Land der grünen Hügel ging es in die Wüste. LA machte zunächst einen coolen Eindruck, doch die drückende Hitze und Trockenheit, sowie die vielen Obdachlosen schreckten uns schnell etwas ab. Zunächst gingen wir zu dem Touristenpunkt überhaupt, dem „Walk of Fame“. Wir schlenderten ihn entlang und mussten dabei feststellen, dass wir noch nicht einmal die Hälfte der Stars, die dort verewigt sind, kannten. Unser Hostel war zum Glück nicht weit weg und so konnten wir immer gut laufen.

Am nächsten Tag bot uns dann jemand eine Tour an, die wir dann auch mitmachten, zunächst aber etwas misstrauisch. Als das Auto aber wirklich kam und die Tour begann, waren wir sehr auf die Highlights LAs gespannt. Zunächst ging es zu einem Aussichtspunkt, von dem aus man das Hollywood Sign sehen konnte. Weiter an mehreren Drehorten von berühmten Filmen, den Häusern von Stars wie Brad Pitt und Angelina Jolie, der Playboy Villa, dem Sunset Boulevard und dem Rodeo Drive vorbei. Nun hatten wir also alles über die Stars, ihr Leben, wie sie entdeckt wurden und wie viel sie für ihre Häuser ausgegeben hatten, erfahren. Am meisten beeindruckte uns das Haus von Steven Spielberg, das 60 Mio USD gekostet haben soll und als einziges oben auf einem Hügel über Los Angeles trohnt.

 

Den nächsten Tag verbrachten wir dann komplett am Venice Beach. Und er war genau so, wie man es aus den Filmen kennt: ewiger, breiter Sandstrand mit Palmen und einem Baywatch-Häuschen. Zum Glück für Sarah konnten wir auch noch einen muskelbepackten Baywatch-Typ in Aktion sehen. Am Strand waren mehrere hunderte Stände aufgebaut und wir kamen aus dem Bummeln gar nicht mehr heraus. So viele verschieden Sachen, Vorführungen und auch noch gratis Getränke ;-) Dort kann man auch vielen Skatern und sonstigen Künstlern zuschauen. Abends kauften wir dann noch ein paar Chucks für mich und Sarah, welche sie sich bereits von Anfang an kaufen wollte.

Am letzten Tag ging es dann zu einer Tour in die Warner Brothers Studios. Leider hatten wir uns davon mehr erhofft. Man bekam nicht viel zu sehen, in den Studios war alles abgedeckt und die Führerin trottete lustlos und kaugummikauend vor uns her. Da hatten wir wohl die falsche Entscheidung zwischen den WB und den Universal Studios getroffen. Dennoch war es sehr interessant mal etwas hinter die Kulissen zu schauen J Besonders bei dem FilmSet von „The Big Bang Theorie“

Während der ganzen Zeit in LA haben wir uns eigentlich nur von Fastfood ernährt. Vor allem McDonald und die Hot Dogs haben es uns angetan. Das McDonald ist dort einfach so billig, so gab es z.B. 50 Chicken McNuggets für umgerechnet 6.90 EUR. Unvorstellbar bei uns^^ Und bei den Hot Dogs konnten wir noch ein Irrtum aufdecken. Wenn es bei uns immer heißt: „Hot Dogs American Style“, bedeutet dies vor allem mit gerösteten Zwiebeln. Doch hier war von diesen weit und breit nichts zu sehen, lediglich die rohen Zwiebeln waren im Angebot.

In diesen Tagen konnten wir also dem typischen Bild der Amerikaner zustimmen. Fast Food und Faulheit xD Denn dort gibt es sogar beim Bankautomaten einen Drive-Thru, da wird gehupt, wenn die Geldkarte nicht schnell genug aus dem Automat wieder herauskommt. Hauptsache das Auto anlassen und drin sitzen bleiben xD

Am 7. Juni war dann auch schon unser letzter Tag und der Heimflug stand bevor. Als krönender Abschluss wurden wir mit einer Limousine zum Flughafen gebracht, fast wie ein Star ;-) Diesmal flogen wir zum Glück fast zur selben Zeit und unsere Flugzeuge parkten eigentlich direkt nebeneinander.





Letzter Tag in Neuseeland

18 09 2011

Für unsern letzten Abend hatten wir einen Tisch im Skytower reserviert und waren somit wieder unter Zeitdruck. Denn wir mussten noch Kleinigkeiten in der Stadt einkaufen, Wäsche waschen und natürlich Rucksack packen. Eine halbe Stunde zu spät haben wir es dann noch geschafft und genossen ein sündhaft teures Abendessen hoch über Auckland, mit unserem eigenen Kellner :D Als Backpacker waren wir zwar nicht so dementsprechend gekleidet, aber wen störts :D Das Essen war richtig lecker, doch wir waren beide angesichts der bevorstehenden Abreise ziemlich bedrückt. Ich hatte ziemlich starke Kopfschmerzen und beschloss daher, am nächsten Morgen zu packen während Sarah noch bis spät in die Nacht hinein packte. Unsere wenige Stunden Schlaf wurden dann auch noch durch ein Klopfen gestört, dessen Herkunft wir leider nicht feststellen konnten und somit war dies eine ziemlich schlaflose Nacht.

Am nächsten Morgen packten wir dann unsere sieben Sachen und machten uns auf den Weg zum Flughafen. Unser restliches Essen stellten wir bereitwillig den anderen Backpackern im Hostel zu Verfügung :-) Mein Flug ging bereits schon um 13.05 Uhr nach Los Angeles, während Sarah erst um 19.15 Uhr flog. Somit musste sie also den ganzen Tag am Flughafen verbringen. Dafür konnte sie noch mal einen Haka sehen, den eine Familie für ihren Sohn machte, der gerade aus dem Flugzeug gestiegen war.

Nun waren unsere zwei Monate Neuseeland vorbei. Wir hatten eine wirklich tolle Zeit dort und konnten es noch gar nicht fassen, dass es schon vorbei ist. Für uns steht beide fest, dass wir noch einmal nach Neuseeland kommen möchten, da wir nicht alles machen konnten, was wir uns vorgenommen hatten und es einfach ein zu schönes Land ist, um es nur einmal gesehen zu haben. Und falls möglich, würden wir auch zu gerne noch mal unser Auto sehen :D





Nordland

18 09 2011

Wir hatten nun ganze vier Tage Zeit, um das gesamte Nordland zu erkunden. Uns standen also ziemlich lange Autofahrten und damit verbundener Stress bevor. Nachdem wir unser Spaceship abgeholt hatten, ging es direkt los zum Trounson Kauri Park und den Giant Kauri Trees. Doch leider konnten wir an diesem Tag nichts mehr sehen, da wir erst zum Einbruch der Dunkelheit ankamen. Somit beschlossen wir damit bis zum nächsten Tag zu warten und nahmen uns vor früh aufzustehen.

Und das Warten hatte sich gelohnt. Nachdem wir erste Eindrücke von Kauri Bäumen auf dem Lehrpfad im Trounson Park sammeln konnten, kamen wir im Waipoua Forest fast aus dem Staunen nicht mehr heraus. Dort steht nämlich der „ Vater der Wälder“, Te Matua Ngahere, der mit einem 16.5 Meter dicken Stamm eindeutig aus dem Wald hervorsticht. Vor diesem Baum wird selbst der kräftigste Mann zum Zwerg.

Uns blieb nicht viel Zeit zum Verweilen, da wir bereits am Abend schon am Cape Reinga sein wollte, dem nördlichsten Punkt Neuseelands. Also wieder ab ins Auto und weiter. Mittlerweile waren wir beide schon ziemlich genervt. Es waren unsere letzten Tage in Neuseeland und wir hatten so viel Stress. Der Autoverkauf hatte doch einiges an Zeit gekostet, die wir leider nicht hatten. Und nun drückte dies auf unsere Stimmung.

Auf der Weiterfahrt wollten wir uns eigentlich noch die Koutu Boulders anschauen, welche wie die Moeraki Boulders enstanden sind, jedoch um einiges größer sein sollten. Wir irrten uns jedoch im Ort und verfuhren uns auch noch dazu, sodass dies leider ausfallen musste. Typisch für Neuseeland begegnete uns dann noch eine mehrere hundert große Kuhherde, durch die wir voller Freude durchfahren durften. Der Farmer meinte einfach nur: „Immer ruhig bleiben und langsam fahren“ :-) Mit großer Hektik kamen wir dann noch gerade so rechtzeitig zum Sonnenuntergang am Cape Reinga an. Der kleine Leuchtturm, der nun im Abendrot erstrahlte, entschädigte wieder etwas für den Stress und Sarah bekam nun endlich ihr lang ersehntes Bild mit dem Schilderbaum, der Entfernungen zu allen Städten in aller Welt anzeigt. Somit auch die Entfernung nach Los Angeles, wo wir schon in drei Tagen sein sollten.

Sobald die Sonne untergegangen war gings auch schon wieder zurück Richtung Auckland. Auf dem Weg zum Campingplatz musste dann fast noch ein Opossum dran glauben, auf das wir eigentlich direkt draufgefahren sind, das sich aber nicht mehr finden ließ. Ingesamt sind uns mehrere Opossums, Hasen, Katzen und sogar ein Hund auf der Straße entgegengekommen. Sarah ist also nicht schneller als 40 km/h gefahren. Zum Glück war es zum Campingplatz nicht mehr so weit. Mittwochs war wiederum nur fahren angesagt. Vorbei an den Bay of Islands, die wir leider unbeachtet lassen mussten, ging es nach Kawakawa zu den Hundertwassertoiletten. Friedenreich Hundertwasser lebte mehrer viele Jahre in Kawakawa und betreute somit den Bau der öffentlichen Toilette selbst mit. Mittlerweile sieht fast das ganze Dorf so aus, als hätte Hundertwasser die Pläne dafür entworfen, da jeder versucht seinen Stil zu imitieren, um Touristen anzulocken. Am besten hat mir gefallen das irgendein Backpacker vor Jahren auf dem Dach der Toiletten Hanf angepflanzt hat, die Polizei fands nicht so lustig. In Whangarei gingen wir dann noch schnell unser Abendbrot einkaufen und die Whangarei Falls anschauen, um dann die Nacht auf dem schönsten DOC zu verbringen, den wir je gesehen hatten.

Sarah wollte unser letztes richtiges Frühstück natürlich am Strand genießen, nur zu blöd, dass es genau an diesem Morgen so windig war, dass uns sogar die Milch wegflog und wir überall Sand hatten. Aber auf Stress hatte ich keine Lust und somit haben wir alles an den Strand geschleppt, damit sie es lernt ;-) . Nach ein paar Minuten hat sie dann endlich eingesehen, dass das so auch keinen Spaß macht und so zogen wir um ins Auto. Gegen Nachmittag waren wir dann wieder in Auckland und gaben unser Spaceship ab.





Autoverkauf in Auckland

18 09 2011

Der Autoverkauf gestaltete sich dann doch noch schwieriger als gedacht. Uns war zwar beiden klar, dass die Wintersaison anfing und nun das Angebot an Autos deutlich größer als die Nachfrage war, aber dass die Händler dies auch noch so schamlos ausnutzen würden, hat uns ein bisschen erschrocken. Auf unsere Anzeige hin hat sich leider keiner gemeldet und so gingen wir samstags auf den ersten Automarkt, in der Hoffnung, dass nun doch ein paar Backpacker vorbeikommen würden. Doch auf die ca. 25 Autos kamen gerade mal 5 Interessenten. Die Autohändler begannen schon direkt klarzumachen, dass auch nicht mehr viele kommen werden und machten nun Angebote in Höhe von 1000 NZD für Autos, die sie dann wieder im Sommer für 3500 NZD verkaufen würden. Das bekamen wir sogar direkt ins Gesicht gesagt^^ Somit nahmen wir unser Auto wieder mit und hofften am nächsten Tag auf dem größten Automarkt Aucklands ein besseres Angebot zu bekommen. Trotzdem galt: Angebot größer als Nachfrage und das drückt die Preise. Wir hatten Hunderte Konkurrenten Letztendlich verkauften wir unser geliebtes Auto doch noch an einen Familienvater, der uns aber mehr als sympathisch war und der uns sogar zusicherte, dass er das Auto auch privat nutzen würde. Aber wer weiß^^ Als er dann wegfuhr kamen Sarah sogar ein paar Tränen. Dieses Auto war zwei Monate lang unser Zuhause gewesen und hat uns super durch Neuseeland begleitet und nun würde der neue Besitzer erstmal den ganzen „Müll“ (nach seiner Aussage hin), den Generationen von Backpackern vor uns gesammelt hatten und was eigentlich ein gesamter Haushalt war, eiskalt wegwerfen.

Wenigstens hatten wir keinen Verlust gemacht, da wir das Auto ja zu einem Schnäppchen bekommen haben ;-) Und wir konnten uns wirklich glücklich schätzen, dass es uns nicht wie einem Österreicher ging, der sein Auto nicht verkaufen konnte, aber dessen Flug bereits am nächsten Tag ging.

Wir wurden dann wieder mit nach Auckland genommen und standen nun mit unserem gesamten Gepäck auf der Straße, ohne „Zuhause“. Nachdem wir in ein Hostel eingecheckt hatten ging es aber gleich zu Spaceship, um einen Van für die nächste Woche zu mieten. Und wie könnte es anders sein: einen Toyota Estima :-) Mit diesem ging es dann montags los das Nordland erkunden. Und somit begann unsere letzte Woche in Neuseeland :-(





Neuigkeiten

13 09 2011

Der Blog soll zum Wochenende fertig werden, ein halb fertiger Blog sieht einfach nicht gut aus. Die Redaktion entschuldigt die lange Verzögerung. Doch die letzten Tage der Reise waren doch recht stressig und zu Hause angekommen wurden es auch nicht besser. Näheres also demnächst ;-)

Gruß Tobi und Sarah





Waitomo Caves und Hobbiton

28 05 2011

Bevor es nach Auckland ging, wollten wir uns aber noch die Waitomo Caves und Matamata ankucken.

Bei den Waitomo Caves haben wir gluecklicherweise eine Privattour bekommen, weil gerade keine anderen Touristen da waren. Zuerst gabs was ueber die Entstehung der Tropfsteinhoehlen zu hoeren. In der “Kathedrale” hat uns die Fuehrerin noch ein Maorilied vorgesungen, um uns die perfekte Akustik zu zeigen. Man kann hier unten sogar heiraten. Das Beste, die Bootsfahrt, kam zum Schluss. In den Hoehlen leben naemlich tausende Gluehwuermchen. Zusammen immitieren sie einen Sternenhimmel um Insekten anzulocken und das gelingt ihnen ziemlich gut. Also sehr beeindruckend und zu zweit auch noch romantisch dazu :-)

 

Danach gings weiter nach Matamata. Matamata war eine unscheinbare Stadt, bis Peter Jackson auf die Idee kam, hier Hobbingen aus dem Film “Der Herr der Ringe” auf dem Grundstueck einer Farm aufzubauen. Leider war Teil des Vertrages wieder alles abzubauen und somit blieb am Schluss nur noch eine Hobbit-Hoehle mit weisser Fassade uebrig. Eine Tour fuer 66NZD haette sich somit ueberhaupt nicht gelohnt. Man haette schon viel Fantasie gebraucht.

ABER :-) Wir hatten mal richtig Glueck, denn Insider wissen bestimmt, dass die Dreharbeiten fuer den “Hobbit” mittlerweile schon voll im Gange sind. Und das geht natuerlich nicht ohne ein vollstaendig aufgebautes Hobbingen. Identisch zu dem Hobbingen aus LOTR. Wir also nicht lange ueberlegt und die Tour gebucht. Als kleinen Zusatz gabs vorher noch eine Schafschur-Show und fuettern von kleinen, leckeren, ehm suessen Laemmchen. Und nach einer kurzen Fahrt durch Farmland befanden wir uns dann mitten in Hobbingen. Am grossen Partybaum, Sam’s Haus, dem Pub am See, kleinen Minigaerten und Bilbos Hoehle, insgesamt gabs um die 40 Hoehlen zu sehn. Alles unter Hochsicherheit ueberwacht und “streng” geheim. Wir mussten sogar unterschreiben, dass wir keine Fotos hochladen oder sonstige Informationen preisgeben, sonst gibts ne Strafe. Ausserdem gabs was zu sehen, was ihr erst im Kino sehen koennt, ups schon zu viel gesagt? ;-)

Alles in Allem sehr cool, in Hobbingen herum zu latschen wo man vor ein paar Jahren Gandalf, Frodo, Sam und Bilbo gesehn hat. Was ich auch sehr beeindruckend fand, wie man es schafft, alles so alt und hobbitmaesig aussehn zu lassen.

Zu unserem Pech wird mit den Dreharbeiten hier erst im Sommer angefangen, momentan drehn sie im Studio, zu unserem Glueck konnten wir dann noch Hobbingen besuchen, denn das wird dann wohl gesperrt sein. Wird wohl nix mit der Hobbitkarriere.

 

Abends gings dann noch bis kurz vor Auckland, wo wir am Tag drauf dann mit dem Autoverkauf beginnen wollten.





West Coast

26 05 2011

Nach Wanaka haben wir mal wieder auf einem der guenstigen, einfach ausgestatteten DOC-Campingplaetzen uebernachtet. Am Tag darauf gings dann zum Fox Gletscher. Da es an der West Coast nicht zu viel zu sehen gibt, mussten wir lange Strecken zuruecklegen und so wollten wir nochmal in Haast tanken. Der Preis hat uns aber mehr als geschockt. 2.38 NZD pro Liter wollten die haben, normal waere 2.18 NZD. Aber was blieb uns anderes uebrig?

Beim Fox-Gletscher haben wir dann eine Tour fuer den naechsten Tag gebucht. Insgesamt dauerte alles acht Stunden, davon konnten wir fuenf auf dem Gletscher und in Gletscherspalten herumkraxeln. Mit Spikes an den Schuhen und Spitzhacken kam richtiges Bergsteigerfeeling auf. Hat super Spass gemacht. Dann wurde uns erzaehlt, dass noch immer ein toter Mann irgendwo im Eis verschollen ist. Man wird wohl in den naechsten 10 Jahren ein Zeichen von ihm sehn.

Bei den Gletschern hatten wir auch die ersten richtig kalten Naechte. Das unsere Nutella nicht streichzart ist kannten wir ja schon, aber eine festgefrorene Tuer und vereiste Scheiben waren neu. Da halfen selbst Waermflaschen und lange Kleider nicht mehr.

Leider waren wir ein wenig unter Zeitdruck und somit haben wir den Franz Josef Gletscher nur kurz besichtigt. Auch die Pancake Rocks konnten wir leider nur bei Dunkelheit sehen, naja nicht wirklich. Dafuer gabs aber dann einen flinken Kiwi, der ueber die Strasse gerannt ist. Sowas erwartet man garnicht, eine kleine Kugel mit Beinen und langem Schnabel.

In Westport haben wir Bekanntschaft mit der neuseelaendischen Jugend gemacht, die nachts um 3 Uhr an unser Fenster kloppfte und ach wie lustig mit knatterndem Motor wieder abgehauen ist. Ueberhaupt schienen die Spassmatiker Donnerstag nachts nichts besseres zu tun zu haben, als mit ihrem lauten Auto durch die Stadt zu brettern.

Zum Abschluss haben uns nochmal eine Robbenkolonie angekuckt und dabei einen schoenen fuer uns neuen Vogel entdeckt. Ich wuerde es als eine Mischung zwischen Kiwi und Huhn bezeichnen.

Und dann waren wir auch schon wieder in Picton, um mit der Faehre nach Wellington ueberzuschiffen. Diesmal sind wir bei Tag gefahren, in der Hoffung, vielleicht noch einen Wal oder andere Tiere zu sehen. Aber leider blieben diese aus und so kamen wir bei Regen in Wellington an.

Ein Monat Suedinsel war nun vorbei und uns wurde schlagartig klar, dass das Ende der Reise ab nun bedrohlich nahe ist. Unser Ziel war jetzt nur noch, so schnell wie moeglich zurueck nach Auckland, um unser Auto zu verkaufen, damit wir in Ruhe nach Hause fliegen koennen. Schritt fuer Schritt bereiten wir jetzt alles fuer den Abflug vor.








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